Friday, September 29, 2006

Alles Gut, Ende Gut

So, vor diesem Tag habe ich mich schon gefürchtet. Heute war der letzte Arbeitstag (gut, das wiederum war kein Problem), aber morgen ist mein letzter Tag in New York. Eigentlich der letzte Vormittag, am Nachmittag sitze ich schon trauernd am Flughafen. Es ist schrecklich. New York war so gut zu mir, wenn ich dran denk was alles schief gegangen ist in London am Anfang, da war dies hier ja ein Kindergeburtstag. Eigentlich war die ganze USA Reise ein voller Erfolg. Ich hatte nur einmal gewaltige Magenkrämpfe auf unserer Westküstenreise, da dachte ich kurz ich bin hinüber, aber ansonsten war ich nie krank oder sowas. Alles paletti. Außerdem weiß ich jetzt, der Film Supersize Me war reiner Schrott. Ich hätt mich auch dauernd filmen sollen. Nie Supersize, nie rumspeiben, nie grausig. Hmmm, Maci.

Für alle die an der Reise noch einmal teilnehmen möchten, kann ich nur schon einmal die Einladung zur Filmpremiere aussprechen. Ich habe über 7h Video von der ganzen Reise. Das muss erstmal alles geschnitten werden und vorbereitet, dann gibts eine Mini-Premiere mit allem drum und dran. Und hoffentlich einem guten Film.

Naja, ich will hier nicht lange nachjammern - aber trotzdem, ich muss es gesagt haben:
It's a great nation!


Wir sehen uns in Wien,

Roman

Saturday, September 23, 2006

Kronenzeitung - Der Ausschnitt

Kronenzeitung, Samstag Ausgabe, 23. September 2006, Seite 5


Friday, September 22, 2006

Kronenzeitung!

So, New York neigt sich langsam dem Ende zu. Aber ich hab noch nicht aufgegeben. Und jetzt, noch genau 7 Tage vor dem "Ende", dachte ich schon, ok, das wars mit dem Pulver. Alles verschossen. Das Glück war gut zu mir, die Tage sonnig und die Menschen unglaublich. Dann bekomme ich die Nachricht die wieder alles zurück ins Boot holt: Morgen (SAMSTAG, 23. September) in der Kronenzeitung! Mit Ursula Plassnik - der Aussenministerin. Na das hat mich aber gefreut. Ich hab das Foto selbst noch nicht gesehen, aber ich bin natürlich sehr gespannt. Wahrscheinlich, eigentlich sicher, sehe ich relativ klein aus neben dieser Riesenfrau. Das ist natürlich ein Nachteil den ich so noch nicht erlebt habe. Aber mein Gott, der liebe Schüssel kennt das Problem noch etwas besser. Schön das auch ich in das Wahlprogramm gezerrt werde, da wählen sicherlich alle den Schüssel wenn ich auf dem Foto bin. Ganz klar. Daher erwarte ich spätestens morgen, von Ihnen, Herr Gusenbauer, ein gutes Angebot. Ich werde mich gerne auch mit einem der Ihren ablichten lassen.
Ansonsten ist wiederum nicht viel los. In der Firma stresst mich der Stress, aber meine Wurschtigkeit der Dinge hält gut mit und erlaubt einen mehr oder weniger ruhigen Arbeitstag. Außerdem habe ich mein McDonalds Menü Programm erweitert und kann mich nun auf jeden Fall stolz: McDonalds Nr1 Optimierer nennen. Hier meine Empfehlung für McDonalds Chinatown:

1 McChicken ... $1
1 Cheeseburger ... $1
1 ChickenWrap ... $1
1 Small Fries ... $1
1 Small Soft Drink $1
Gesamt: $5

Billiger als ein einfachs BigMac Menü ($5.95). Tja, das nenn ich optimiert. Danach kann ich nicht mehr gehen weil soviel gegessen.

Ende damit, zurück nach Österreich.
7 Tage noch, Countdown läuft.
Roman

Wednesday, September 20, 2006

Ursula Plassnik im Konsulat


Na das war wieder mal ein Tag. Nach irre vielem Stress in der Firma, bin ich schon früher gegangen und hab mir natürlich von meinem Chef einen schiefen Blick eingefangen, weil ich ja versprochen hatte extra hart zu arbeiten da ich fürs World Business Forum 2 Tage weg wahr. Naaaja. Aber, es hat sich ausgezahlt. Heute wurde ich zu einer Cocktail Party eingeladen wo die Top Society der Auslandsösterreicher zusammengekommen ist, im Österreichischen Konsulat hier in New York. Mit dabei einige Leute denen ich die Hand geschüttelt hab und sofort kurz darauf aus Begeisterung und Überwältigung deren Namen vergessen habe. Ich wurde von meinem Gastgeber hier einigen Leuten vorgestellt und war erstaunt welche Personen hier zur Zeit in New York sind. Einige Top Politiker, natürlich Industrielle auch und Journalisten. Mit etwas Glück gibt es dazu auch ein Foto in der Kronenzeitung in den nächsten Tagen.

Damit auch schon zur nächsten Sache. Die Ansprache hat die Generalkonsulatin gehalten und dann das Wort an die Außenministerin Ursula Plassnik übergeben. Die hat sehr viel Beifall geerntet, sie ist auch sehr sehr sympatisch rübergekommen. Nun, da stehen gute 50 Leute im Raum und sie ist abgeschirmt von neugierigen und "Dabeistehern". Also wir die Party dann eine gute Stunde später verlassen, steht vor dem Eingang draussen auf der Straße wer? Sie! Ganz gemütlich lehnt sie an einer Stiegenleiter und plaudert ein wenig mit 2 anderen Politikern. Mein Gastgeber hier kennt sie natürlich und hat uns gleich vorgestellt. Ich hätte vor Begeisterung eh nicht an ein Foto gedacht, aber sie schmeisst sich gleich her und meint: Kommts, machen wir ein Foto! Wer hat eine Kamera? Und losgangen is. Und ich steh da und denk mir - cool. Auf der einen Seite werden hier ganze Blocks von Häusern abgeschirmt mit Secret Service und Polizisten, und trotzdem steht man Stunden später mit ihr am Gehsteig und plaudert ein wenig und macht Fotos. Und nicht so: "Jaja passt schon ich muss weiter". Voll ruhig und gemütlich, keinen Stress. Und das war der Unterschied an dem Tag, sie war ja nicht in "der Öffentlichkeit". Weil die Leute die hier rumlaufen sind nicht unbedingt die "Öffentlichkeit" die wir kennen. Da ist natürlich alles freundschaftlich und gemütlich abgelaufen. Voll interessant irgendwie. Weil sie wohnt ja im Four Seasons Hotel (siehe weiter unten wie ich vorbeigelaufen bin) und da ist alles wirklich hermetisch abgesichert. Da kommt kein Mensch rein. - Also sehr lustig, dieser Kontrast.

New York ist die beste Stadt der Welt. Hier hab ich in 2 Monaten mehr erlebt als in den letzten 22 Jahren. Es sind noch 9 Tage dann geht es zurück nach Österreich.

Mittlerweile würde ich tausende Dollar an jeden Mexikaner zahlen der mir eine Greencard und eine Geburtsurkunde beschaffen könnte. So, das wird alles gespeichert und beim nächsten Mal lassens mich nimmer rein. Super Roman.

Bis bald.

Monday, September 18, 2006

Oktoberfest und Secret Service

Also mal der Reihe nach. Am Wochenende sitze ich hier gegen Mittag in meinem Apartment und bin gerade dabei ein paar Anrufe zu erledigen - da hör ich auf einmal volle Lautstärke: Polka und Volksmusik. Aber volle Kanne. Ich denk mir, ts, diese New Yorker sind ein seltsames Gespann. 2 Minuten später hört man unten von der Straße rauf (18. Stöcke, da muss es laut sein!):

"Au'zapft is!"

Auje. Oktoberfest. Schon klar, dass dieses in München entsprechend gefeiert wird, aber hier in New York? Mit einer irre langen Straßenparade? Nein. Zum Glück nicht wirklich. Es war eine "normale" Parade die hier ab und zu mal stattfindet, wo verschiedene Nationen halt Musik machen und die ganze Fifth Avenue entlang wandern. Und diesmal waren eine Menge (eine groooße Menge) Deutscher dabei. Von überall. Plötzlich sind neben der Straße lauter Leute mit Bayern München Leiberln gestanden, alle haben Deutsch gesprochen - da is mir ganz seltsam geworden. Invasion! - Das hat sich aber schnell wieder gelegt, dann kamen die Schotten (die keine Fans hatten, seltsam) und dann noch was weiß ich für Völker. Aber ich hatte schon befürchtet, die Deutschen und ihr Oktoberfest haben nun auch New York erreicht. Es reicht ja das Hofbräuhaus in Las Vegas schon (da wo wir ohne zu bestellen wieder rausgerannt sind, das war peinlich).

Und heute Abend war so ein lauer Sommerabend, da musste ich einfach laufen gehen. Es war ca. 8 Uhr und ideal um den Central Park entlang, Richtung Downtown zu joggen. Rein in den Lift, runter und raus aus dem Foyer - auf einmal seh ich so einen komplett schwarz gekleideten, relativ stark gebauten Typen mit dem typischen Ohrstöpselgehängsel. Hmm denk ich mir, Bodyguard oder so. Ist hier ja kein Wunder, das ist eine der (wenn nicht die) teuerste Gegend. Es rennen hier jeden Tag Leute rum die mehr Gesichtsoperationen hinter sich haben (natürlich nur alte Frauen) als ich je das Wort Doktor gesagt habe. Und natürlich nur Bentleys und gepanzerte Diplomatenmercedes und große Limos. Eine sehr "andere" Gegend.

Nun, da steh ich und schau halt neugierig wie ich bin dem Typen zu. Ehe ich mich verseh, stehen ca. 3 von denen um mich rum und schieben mich leicht zu Seite. Aha denk ich mir, jetzt wirds spannend. Es war eine peinliche Situation weil sonst keiner da war der stört außer ich. Aber ich hab eh nicht so gefährlich ausgesehen in meiner Laufdress, da habens mich nur ein bissal auf die Seite geschoben und vergessen. Sekunden später sehe ich auf der ganzen Fifth Avenue aufwärts nur mehr Polizeilichter. Wie ein Polizeiautomeer (gut das klingt deppert). Ja und diese Autos fetzen mit irrer Geschwindigkeit die Fifth Avenue entlang und ganz voran halt die NYPD Autos, die Polizei selbst. Davon ca. 5 Autos die an der Kreuzung unter unserem Haus stehen geblieben sind und in alle Richtungen abgesperrt haben. Als nächstes kommen die ganz großen schwarzen top polierten Chrylser Autos, vollgestopft mit Männern in schwarzen Anzügen. Davon ca. 4 Autos die gleich hinter der Polizei geparkt hatten. Kaum gestanden, springen alle raus, jeder natürlich Sonnenbrille ganz klar (es war mittlerweile relativ dunkel) - kein Scherz, die hatten wirklich Sonnenbrillen, ich schwörs bei meiner Ehre! Das war aber auch das einzig lächerliche. Weil in dem Moment fand ich die Sache gerade ein wenig heikel da ich der einzige Zivilist in dieser Abschirmung war und halt am Hausrand gestanden bin neben dem Eingang (mein Haus ist gleich daneben). Und überall diese Typen, ca. 30 von denen. Und ein paar laufen voraus in das Hotel rein und ein paar sichern die Straße ab und der Rest steht in Richtung Central Park. Ein paar Sekunden vergehen und es kommt eine Eskorte mit 2 Motorrädern und ca. 6 schwarzen unglaublich teueren Limousinen (nicht die langen, sondern die normalen Mercedes Limousinen, die aber unglaublich teuer sind und meist gepanzert) - In den Moment war eigentlich alles schwarz. Die Leute vom Secret Service, alle Autos im Umkreis von 500m², die Nacht - alles. Naja und dann sind ca. 6 Leute ausgestiegen und wurden in Abschirmung von ein paar echt schlimm gefährlich aussehenden Securities in das Hotel neben mir eskortiert. Das hat ca. 10 Sekunden gedauert. Kaum drinnen, stehen 4 Sonnenbrillenträger vor dem Eingang, und in Windeseile sind fast alle schwarzen Männer und die Autos weg. Das war eine Aktion von ca. 5 min und sofort wieder vorbei. Sehr, SEHR seltsam. Zu dem Zeitpunkt war mir immer noch nicht ganz klar was grad los war. Deshalb bin ich dann über die Straße gelaufen und schau noch einmal zurück und blicke halt die Etagen des Hauses hoch und in einem Fenster blitzt es wie wild. Und ich denk mir: HA! Crime Scene! - Ein Mord. Anders kanns nicht sein. Das waren keine Secret Service Leute, das waren die vom FBI - logisch! Deswegen hatten auch die Cops nichts zu reden - die sind immer die Deppen bei solchen Aktionen. Mehr oder weniger erleichtert über die Aufklärung beginne ich meinen Lauf in Richtung Zentrum.

Als ich mich dem Waldorf Astoria nähere, selbes Szenario. Alles abgesperrt, noch 20 mal soviele Sonnenbrillen und verdunkelte Mercedes (das hat ausgesehen wie bei einer Autoshow, alle haben geglänzt bis zum geht nicht mehr, alles war verdunkelt man hat nirgends nur annähernd reingesehen und die Mercedes waren garantiert die teuersten die es gibt). Da wurde mir langsam klar was wirklich los ist: UN General Assembly. Die ganzen Leute vom Iraq, Iran, Bush selbst und zahlreiche weitere dieser Leute sind zur Zeit in New York untergebracht und es herrscht beinahe Kriegszustand. Es berichtet auch das Fernsehen dauernd davon das man ja nicht mit dem Auto fahren soll weil man überall gestoppt wird, durchsucht und umgeleitet. Pures Chaos und das hat heute begonnen. Und irgend einer dieser Staatspräsidenten wohnt jetzt eine dicke Hauswand neben mir. Na da werd ich mich morgen gleich mal in alter Nachbarschaftsmanier vorstellen und um Zucker und Salz fragen. Nein, natürlich nicht. Wahrscheinlich würde ich gleich beim Hauseingang erschossen werden. Jaja, das ist nicht zum scherzen hier. In diesen Tagen ist es nicht empfehlenswert den alten "in die linke innere Jackettasche greifen Schmeh" durchzuziehen. Da wird schneller gezückt als gedacht. Vor allem diese Secret Service Leute sind der Wahnsinn. Ein paar von denen haben eine kleine Tasche in der Hand die mir ganz und gar nicht geheuer ist. Das selbe Muster war bei meinem Haus, ca. 6 Leute und einer hat eine schwarze Tasche - und beim Waldorf Astoria ebenfalls. Sehr sehr komisch diese Kollegen da.

Ich bin dann weitergelaufen und wie zu erwarten war beim Four Seasons Hotel (da wo ich Steffi Graf getroffen hab vor ein paar Wochen) volles Chaos, ebenso beim InterContinental. Also sehr gespannte Stimmung hier in New York.

Und grad hab ich erfahren das mein Vermieter hier morgen auch bei der UN General Assembly teilnehmen wird (er arbeitet ja dort) - also der hat da sicher einige Geschichten zu erzählen.

Aber ich hoffe ich komme morgen noch zurück ins Haus wenn hier alles umstellt ist.

Gut, soweit alles aus der Stadt der Verrückten. Es ist sensationell. Ich würde nur wegen den Sonnenbrillen und dem Anzug alleine schon zum Secret Service gehen.

Roman

Friday, September 15, 2006

World Business Forum 2006

Also die Dinge hier in New York laufen großartig. Ich wurde von Keith Ferrazzi zum World Business Forum 2006 eingeladen - und es war der Wahnsinn. Anwesend waren 4.000 Top Executives der ganzen Welt (30 Nationen), dabei natürlich: Bill Clinton, Jack Welch, Colin Powell, Malcom Gladwell, Larry Bossidy, Rudy Giulianin und ein paar weitere Top Speaker. Also das war auf jeden Fall eine gute Möglichkeit, mich nicht mehr ärgern zu müssen, dass ich bei den VMA's nicht in die Radio City Music Hall gekommen bin. Das Business Forum war nämlich genau dort und diese Halle ist unglaublich. Die Speeches waren natürlich toll, vor allem weil ich mir als -Normal-Mensch- das nicht wirklich leisten könnte ($2.400 Eintritt). Am meisten hat es mich erstaunt, dass es wirklich Leute gibt die das aus der eigenen Tasche zahlen. Vor allem der eine oder andere Selbstständige hat es wichtig genug empfunden und diesen Horror Preis bezahlt. Gut, aber man sollte auch sagen, dass ein "Selbstständiger" hier in Amerika sofort mal ein Millionär sein kann. Also der hat sich das sicherlich locker leisten können.

Ich hatte auch die Chance ein paar Leute von Keith's Team zu treffen und wen treff ich? Einen Südtiroler! Irre. Gut, der ist schon eine Weile in der USA, hat hier auch studiert. Aber es war lustig in dieser seltsamen Umgebung plötzlich wieder Deutsch reden zu können. Gegen Mittag hatte ich das Glück und bin ins Sheraton Hotel, New York zum Networking Lunch eingeladen worden. Sehr, sehr! eindrucksvoll. Man wird an einen Tisch gesetzt, rundherum nur Executives, Investoren und ähnliche Gesellschaft. Ich setz mich hin und denk mir, naja, ess ich halt, wenn ich schon keinen kenn. Aber falsch gedacht. Das hieß nicht umsonst Networking Lunch. Kaum hingesetzt geht es schon los. Der Typ rechts neben mir war ein relativ großer Macher bei JP Morgan Chase (eine riesen Bank in der USA), die Frau neben mir war bei den Starwood Hotels Frankreich Chief of HR und ein Typ weiter verdient hundertausende Dollar damit, dass er reichen Leuten erklärt was sie an ihrem Essensplan ändern müssen um fit zu bleiben und geht jeden Tag mit einem anderen "gut betuchten" Laufen und macht ein bissal Sport. Der ist relativ erfolgreich damit, was sich auch am Tisch gezeigt hatte. Er musste 4 mal hintereinander eine Visitenkarte austeilen weil ihm jeder sofort seine Gesundheitsprobleme auftischte. Und was hat er vorher gemacht? Nichts, er hat eine Lehrerausbildung für Ernährungswissenschaften und sich selbstständig gemacht. Geld verdient er halt (vermute ich) deswegen so gut weil er das halt an die bedürften (= Top Executives) "verkauft". Keith Ferrazzi ist auch einer seiner Kunden und der wiederum freut sich irre, dass er jemanden hat mit dem er laufen gehen kann und der ihn ein wenig fordert sportlich. Irre. Ich möchte mal bei uns daheim einen reichen Ernährungswissenschaftler sehen der noch unter 30 ist.

Auch Österreich kam zur Sprache als sich die Leute über mich erkundigt haben. Erst wollte ich meinen "Haha, no Kangaroos" Schmeh auspacken, aber das wär nicht aufgegangen weil alle Österreich Fans waren. Kein Schmarrn. "Yes yes, Kitzbuhl" - usw... Fast jeder am Tisch war schon einmal Schifahren in Österreich. Wenigstens etwas das unser Land vorweisen kann. Zum Schifahren fliegen die Bankmanager entweder nach Aspen/USA, Frankreich oder Österreich. Also immerhin. Dann meinte der JP Morgan Chase Manager, - ja er plane eh wieder nach Österreich zu kommen. Ich seh meine Chance, will meine Visitenkarte zücken. Verdammt - daheim vergessen. Nichts zum schreiben dabei und ich denk mir, bevor ich ihm nun erklär das er 01143650 vorwählen muss um meine Handynummer in Österreich zu erreichen und mich zum Affen mach weil ich keine Karte dabei hab, dann lass ichs lieber. Das hat mich was geärgert. Aber naja. Keith Ferrazzi hat sich dann vorgestellt und mir angeboten mich dem Ex-CFO von Oracle vorzustellen. Und das hab ich auch verbockt weil das wär um 2.30pm gewesen und zu der Zeit hab ich mir schon wieder die nächste Speech in der Radio City angehört. War ein kleines Missverständnis. Mir scheint langsam ich krieg hier lauter Goldchancen (siehe vorige Einträge) angeboten und versemmel eines nach dem anderen. Aber hey, es geht ja erst los. Was vielleicht noch interessant war, sind die 2 Fragen die mich während dieser 2 Tage jeder gefragt hat:
"Where did you study?" und "How come you are in America?"

Und ich anfangs noch stolz: "Vienna Business University, heard of it?" - "No sorry, but Salzburg is nice in Austria!". Super. Kein Mensch kennt die WU. Und ich hab natürlich jedem die Visageschichte aufgedrückt in Hoffnung das einer die richtige Connection auspackt. Immer gesudert: Ja ich will in die USA und permanente Erlaubnis fürs arbeiten - aber das is so schwer. Und dann hoffnungsvolle Blicke meiner Seite - aber es kam immer nur: "Oh I know, that's almost impossible!". -- Verdammt!

Also, Status: Ich hab noch keine Idee wie ich an eine Greencard komm.
Und das ist schlecht. Aber, good news (und bad news!) - Obwohl ein Harvard Studium gute $100.000 aufwärts kostet - hat man das Investment als typischer Harvard Absolvent bereits nach 3 Jahren herinnen. Das klingt ja gar nicht so schlecht. Aber dazu brauch ich mal diese $100.000. Wer weiß, vielleicht liest ja jemand mit der gach soviel Cash auf der Seite hat und mich dann von mir aus 5 Jahre an einen Vertrag knebeln will. Fine with me!

Es sind mittlerweile NUR NOCH 2 Wochen die ich hier bin. Das ist schrecklich. Ich will gar nicht heim. Die USA war so gut zu mir! Dafür brauch ich in Österreich noch 10 Jahre was hier in 2 Tagen geht. Jetzt komm ich natürlich in den Last-Minute-Sightseeing Stress. Man kann um ca. $15 von New York bis nach Boston fahren (dort is Harvard etc....) - das werd ich mir eventuell noch ansehen. Tja, 2 Wochenenden noch (dieses und nächstes) - beim übernächsten flieg ich schon zurück. Schrecklich. Aber naja.

Nun gut, das wars, mit etwas Verspätung vom World Business Forum 2006.

Friday, September 08, 2006

Jetzt gehts los



Also ich hab einige Zeit nichts geschrieben, es war einiges los in den letzten Tagen.

Gestern habe ich (Schauer) ein Meeting verpasst mit dem CEO der Telekom Austria, Boris Nemsic. Er hat in New York in kleiner Runde einen Vortrag gehalten bei der Austrian Trade Commission mit Buffet und Cocktails. Ich hatte das unglaubliche Glück und hab von meinem Vermieter hier die Einladung bekommen - sonst wär ich da natürlich NIE reingekommen (nicht öffentlich). Und dann ist das schon um 6 Uhr Abends losgegangen und ich bin erst um 7 von der Arbeit rausgekommen. NAAaa super. Hab ich voll verpasst. Das wärs gewesen. So ein Schmarrn, ich hab mich was geärgert.

Dann hab ich noch eine Einladung gekriegt, für den Samstag. Und zwar könnte ich den Vice President der Nepali Congress Party, Sushil Koirala treffen. Der ist eine sehr große Nummer in Nepal und Weltbekannt. Aber dieses "Interaction program", also eine kleine Diskussionsrunde - findet in einem Tempel statt. Das hat mich ein bissal abgeschreckt, weil da darf man auf keinen Fall Schuhe anziehen. Außerdem is es schwer sich da richtig zu kleiden, weil die Leute das nicht so mögen mit Anzug und so. Und im T-Shirt wenn ich daherkomm lassens mich ja gar ned rein, trotz Anmeldung. Aber ich muss noch schaun ob ich da wirklich hingeh. Der is schon relativ ein Macher und ich kenn mich mit Weltpoliktik und Nepal zu wenig aus um dort mit zu diskutieren, um ehrlich zu sein. Da würd ich ich grad als Depp outen. Das muss auch nicht (schon wieder) sein.

Tja und dann ist da noch was unglaubliches großes im Anmarsch.

12. September - WORLD BUSINESS FORUM 2006
Bill Clinton, Jack Welch, Colin Powell und noch ein paar andere
der einflussreichsten Leader der Welt.

Ich hab eine Einladung bekommen, die Karte würde $2400 kosten - unleistbar.
Aber wie gesagt, wenn alles gut geht, dann kostet mir das nichts. Das ganze findet in der Radio City Music Hall statt. Und ich werd wahrscheinlich mit meinem $30 Sakko nicht mal beim Eingang vorbei kommen. Ich bin auf der Liste jetzt, aber genaueres wird sich erst herausstellen. Vor allem wen ich dort alles treffe. Ich werd genaueres berichten wenn ich danach noch keinen Herzinfarkt vor Begeisterung hatte. Das ist definitiv der Zenith meines bisherigen Lebens. Von da an gehts's bergab :-)
Ich hoffe ich überlebe das mit den Nerven. Der Kontakt der mich da reingebracht hat ist ziemlich einflussreich (New York Times Besteller Autor!) und kennt eigentlich jeden der Vortragenden. Es kann also alles passieren. Ich bin gespannt wie ein Pfeilbogen.


Und ganz oben noch (etwas verspätet) der Artikel aus dem Kurier, draufklicken zum größer machen.

Ich kann nur sagen: Land der Träume.