Ursula Plassnik im Konsulat

Na das war wieder mal ein Tag. Nach irre vielem Stress in der Firma, bin ich schon früher gegangen und hab mir natürlich von meinem Chef einen schiefen Blick eingefangen, weil ich ja versprochen hatte extra hart zu arbeiten da ich fürs World Business Forum 2 Tage weg wahr. Naaaja. Aber, es hat sich ausgezahlt. Heute wurde ich zu einer Cocktail Party eingeladen wo die Top Society der Auslandsösterreicher zusammengekommen ist, im Österreichischen Konsulat hier in New York. Mit dabei einige Leute denen ich die Hand geschüttelt hab und sofort kurz darauf aus Begeisterung und Überwältigung deren Namen vergessen habe. Ich wurde von meinem Gastgeber hier einigen Leuten vorgestellt und war erstaunt welche Personen hier zur Zeit in New York sind. Einige Top Politiker, natürlich Industrielle auch und Journalisten. Mit etwas Glück gibt es dazu auch ein Foto in der Kronenzeitung in den nächsten Tagen.
Damit auch schon zur nächsten Sache. Die Ansprache hat die Generalkonsulatin gehalten und dann das Wort an die Außenministerin Ursula Plassnik übergeben. Die hat sehr viel Beifall geerntet, sie ist auch sehr sehr sympatisch rübergekommen. Nun, da stehen gute 50 Leute im Raum und sie ist abgeschirmt von neugierigen und "Dabeistehern". Also wir die Party dann eine gute Stunde später verlassen, steht vor dem Eingang draussen auf der Straße wer? Sie! Ganz gemütlich lehnt sie an einer Stiegenleiter und plaudert ein wenig mit 2 anderen Politikern. Mein Gastgeber hier kennt sie natürlich und hat uns gleich vorgestellt. Ich hätte vor Begeisterung eh nicht an ein Foto gedacht, aber sie schmeisst sich gleich her und meint: Kommts, machen wir ein Foto! Wer hat eine Kamera? Und losgangen is. Und ich steh da und denk mir - cool. Auf der einen Seite werden hier ganze Blocks von Häusern abgeschirmt mit Secret Service und Polizisten, und trotzdem steht man Stunden später mit ihr am Gehsteig und plaudert ein wenig und macht Fotos. Und nicht so: "Jaja passt schon ich muss weiter". Voll ruhig und gemütlich, keinen Stress. Und das war der Unterschied an dem Tag, sie war ja nicht in "der Öffentlichkeit". Weil die Leute die hier rumlaufen sind nicht unbedingt die "Öffentlichkeit" die wir kennen. Da ist natürlich alles freundschaftlich und gemütlich abgelaufen. Voll interessant irgendwie. Weil sie wohnt ja im Four Seasons Hotel (siehe weiter unten wie ich vorbeigelaufen bin) und da ist alles wirklich hermetisch abgesichert. Da kommt kein Mensch rein. - Also sehr lustig, dieser Kontrast.
New York ist die beste Stadt der Welt. Hier hab ich in 2 Monaten mehr erlebt als in den letzten 22 Jahren. Es sind noch 9 Tage dann geht es zurück nach Österreich.
Mittlerweile würde ich tausende Dollar an jeden Mexikaner zahlen der mir eine Greencard und eine Geburtsurkunde beschaffen könnte. So, das wird alles gespeichert und beim nächsten Mal lassens mich nimmer rein. Super Roman.
Bis bald.

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